Zeichenlimits schwanken stärker, als die meisten erwarten, von X mit knappen 280 Zeichen bis zu Reddits Self-Posts mit 40.000 Zeichen. Manche Plattformen begrenzen den gesamten Beitrag als ein einziges Feld, andere teilen ihn in Titel und Text oder in Nachricht und Bildunterschrift auf, jeweils mit eigenem Limit. Zu wissen, welches Feld du tatsächlich ausfüllst, ist genauso wichtig wie die Zahl selbst.
Übersichtstabelle
| Plattform | Limit | Anmerkungen |
|---|---|---|
| X (Twitter) | 280 Zeichen | Kürzestes der großen Netzwerke |
| Bluesky | 300 Zeichen | Etwas mehr Platz als X |
| Threads | 500 Zeichen | Gleiches Limit wie Mastodon |
| Mastodon | 500 Zeichen | Kann je nach Server leicht abweichen |
| 500 Zeichen | Pin-Beschreibung | |
| Google Unternehmensprofil | 1.500 Zeichen | Beitragsinhalt |
| 2.200 Zeichen | Bildunterschrift, nur rund 125 vor dem Umbruch sichtbar | |
| TikTok | 2.200 Zeichen | Bildunterschrift |
| Discord | 2.000 Zeichen | Pro Nachricht, teilt sich bei mehr automatisch auf |
| 3.000 Zeichen | Beitragsinhalt | |
| Telegram | 4.096 Zeichen | Textnachricht; Bildunterschriften bei Medien 1.024 |
| YouTube | 5.000 Zeichen | Videobeschreibung |
| Tumblr | 4.096 Zeichen pro Block | Keine praktische Obergrenze für die Gesamtlänge |
| 63.206 Zeichen | Selten eine echte Einschränkung | |
| 40.000 Zeichen | Self-Post-Text; Titel ist auf 300 begrenzt |
Die vollständige Aufschlüsselung für jede einzelne Plattform, inklusive Bio-Limits, Kommentarlimits und plattformspezifischen Besonderheiten, findest du in den jeweiligen Beiträgen: X, Threads, Bluesky, Mastodon, Instagram, TikTok, Facebook, LinkedIn, Pinterest, YouTube, Google Unternehmensprofil, Reddit, Discord, Telegram, Tumblr und Snapchat.
Was tatsächlich ins Limit einfließt
Links, Zeilenumbrüche, Emojis und Erwähnungen zählen auf den meisten Plattformen genauso als Zeichen wie jeder andere Text. Eine lange URL kann bei einem 280-Zeichen-Beitrag auf X einen spürbaren Teil aufbrauchen, bevor du überhaupt ein eigenes Wort geschrieben hast. Manche Plattformen kürzen Links zur Anzeige automatisch, zählen intern aber trotzdem die volle URL gegen das Limit, sodass das, was du auf dem Bildschirm siehst, nicht immer dem entspricht, was gemessen wird.
Hashtags zählen ebenfalls, auf jeder Plattform, die sie unterstützt. Eine mit 20 Hashtags gefüllte Bildunterschrift verbraucht echte Zeichen, die sonst in die Bildunterschrift selbst fließen könnten.
Für den Umbruch schreiben, nicht nur fürs Limit
Auf den meisten Plattformen sind das Zeichenlimit und die Menge, die tatsächlich sichtbar ist, bevor jemand tippen oder klicken muss, zwei sehr unterschiedliche Zahlen. Instagram erlaubt 2.200 Zeichen, zeigt aber nur rund 125 vor dem Link „mehr”. LinkedIn und Facebook falten beide lange Beiträge hinter einem „mehr anzeigen” ein. Das Limit nennt dir die Obergrenze, es sagt dir nicht, was tatsächlich gelesen wird.
Schreib die erste Zeile so, als wäre sie der ganze Beitrag, denn für einen großen Teil deines Publikums ist sie das faktisch auch. Alles nach dem Umbruch ist für die Leute, die sich bereits entschieden haben zu bleiben.