Die meisten Immobilien-Accounts posten dasselbe Exposé-Foto mit denselben drei Angaben und wundern sich, warum niemand kommentiert. Makler, die tatsächlich Anfragen bekommen, posten das, was ein Foto nicht zeigen kann: die Nachbarschaft, den Ablauf, die Menschen hinter dem Verkauf. Das Haus spricht für sich im Foto. Alles andere ist deine Aufgabe.
Was du posten solltest
Exposés, richtig gemacht
- Ein Rundgangsvideo, nicht nur statische Fotos, vom Raum, nach dem Käufer am häufigsten fragen.
- Das eine Merkmal eines Objekts, das Fotos unterschätzen, wie Stauraum oder Tageslicht.
- Ein “gerade inseriert”-Post mit Preis und Termin der Besichtigung klar genannt.
- Ein “verkauft”-Post mit der echten Geschichte, wie viele Tage am Markt, wie viele Angebote.
- Eine Preissenkung, direkt genannt statt in der Bildunterschrift versteckt.
Nachbarschaft und Ortskenntnis
- Eine bestimmte Straße oder ein Viertel, das du gut kennst, und warum es sich lohnt, dort zu wohnen.
- Das beste Café, der schönste Park oder die beste Schule in der Nähe eines Objekts, das du gerade zeigst.
- Ein lokales Marktupdate mit einer echten Zahl, nicht ein vages “der Markt läuft gerade gut”.
- Was in der Nähe eröffnet oder schließt und die Immobilienwerte beeinflusst.
- Ein Vergleich zweier Viertel, die Käufer oft verwechseln.
Ablauf und Aufklärung
- Was zwischen angenommenem Angebot und Notartermin tatsächlich passiert.
- Ein häufiger Fehler von Käufern, den du beobachtest, und wie man ihn vermeidet.
- Die echte Kostenaufstellung beim Kauf, über die Finanzierung hinaus.
- Was eine Hausbesichtigung durch einen Gutachter tatsächlich aufdeckt, mit einem echten Beispiel.
- Wie du im Namen eines Kunden verhandelst, in einfachen Worten.
Hinter den Kulissen
- Ein Tag mit fünf Besichtigungen hintereinander, ehrlich erzählt.
- Die Kundengeschichte mit geänderten Details, vollständig erzählt.
- Wie eine misslungene Besichtigung aussieht und was du daraus gelernt hast.
- Dein tatsächlicher Morgen vor einem großen Besichtigungstermin.
Kundengeschichten und Belege
- Die Geschichte eines Erstkäufers, mit dessen Erlaubnis, konkret erzählt.
- Was ein Kunde nach dem Abschluss gesagt hat und dir noch im Kopf geblieben ist.
- Ein Vorher-Nachher eines Hauses, das du beim Staging oder bei der Verkaufsvorbereitung unterstützt hast.
- Eine Referenz, die etwas Konkretes benennt, das du getan hast, kein vages Kompliment.
Wie oft du posten solltest
Zwei- bis dreimal pro Woche reicht, um sichtbar zu bleiben, ohne dass jeder Post zu einer hastigen Exposé-Sammlung wird. Konstanz zählt hier mehr als Menge, ein Makler, der drei konkrete, nützliche Dinge pro Woche postet, schlägt einen, der täglich ein Exposé-Foto ohne Kontext teilt. Hebe dir die aufwendigsten Inhalte, wie ein vollständiges Rundgangsvideo, für deine besten Objekte auf statt für jedes einzelne.
Welche Plattformen am wichtigsten sind
Instagram und Facebook leisten für einen Wohnimmobilienmakler die meiste Arbeit, denn Käufer in deiner Region folgen dort bereits lokalen Seiten und Gruppen. Instagram trägt die visuelle Seite, Exposé-Fotos, Reels von Rundgängen, Inhalte zur Nachbarschaft, während in Facebook-Gruppen oft die tatsächlichen lokalen Käufergespräche stattfinden. Auch ein Google Business Profile ist wichtig, denn es ist häufig das Erste, was jemand prüft, bevor er Kontakt aufnimmt.