Was ist die Engagement-Rate? — Kostenloses Tool
Die Engagement-Rate sind Interaktionen geteilt durch eine Basis. Die drei gängigen Formeln, warum Plattformen beim Nenner nicht übereinstimmen und wie man ehrlich vergleicht.
Interaktionen (Likes, Kommentare, Shares, Speicherungen, Klicks) geteilt durch eine Basis, meist Reichweite oder Impressionen, manchmal Follower. Nenne immer die Basis, denn die drei ergeben sehr verschiedene Werte.
Was es ist
Die Engagement-Rate ist der Anteil eines Publikums, der mit einem Beitrag etwas gemacht hat, statt vorbeizuscrollen. Sie macht aus rohen Interaktionszahlen einen Wert, der Beiträge sehr unterschiedlicher Größe vergleichbar macht.
Wie es gemessen wird
Drei Formeln sind üblich. Nach Reichweite: Interaktionen geteilt durch Reichweite mal 100. Nach Impressionen: Interaktionen geteilt durch Impressionen mal 100. Nach Followern: Interaktionen geteilt durch Followerzahl mal 100. Derselbe Beitrag kann 8 Prozent nach Reichweite, 5 nach Impressionen und 0,9 nach Followern ergeben, deshalb muss der Nenner jedes Mal genannt werden.
Häufig missverstanden
Der Nenner ist die erste Falle, der Interaktionsumfang die zweite. Plattformen zählen Unterschiedliches: Instagram zählt Speicherungen und keine Linkklicks, LinkedIn zählt Klicks und Reposts, TikTok zählt Shares und Favoriten. Eine LinkedIn-Rate liegt daher bei identischem Verhalten strukturell höher als eine Instagram-Rate. Die dritte Falle ist die Größe: Die Rate fällt fast zwangsläufig, wenn ein Konto wächst, weil der Nenner schneller wächst als echtes Interesse. Deine 2 Prozent mit den 9 Prozent eines Creators zu vergleichen sagt mehr über Kontogröße als über Qualität.
Wann es zählt
Nutze die Engagement-Rate, um eigene Beiträge untereinander zu vergleichen und zu erkennen, welche Formate und Themen eine Reaktion auslösen. Für Wettbewerbsvergleiche nur, wenn du beide Seiten mit derselben Formel rechnen kannst.
Verwandte Begriffe
Funktionen
- Die drei Standardformeln ausgeschrieben: nach Reichweite, Impressionen, Followern
- Welche Interaktionen jede Plattform zählt, inklusive Speicherungen und Shares
- Warum kleine Konten fast immer eine höhere Rate ausweisen als große
- Wie man sich an Richtwerten misst, ohne Nenner zu vermischen
- Ein verlinkter Rechner für die eigenen Zahlen
Häufig gestellte Fragen
Welchen Nenner soll ich nehmen?
Die Reichweite, wenn die Plattform sie liefert. Sie beantwortet die relevante Frage: Wie viele von denen, die es sahen, haben reagiert. Die Follower-Rate hilft nur ohne Reichweitendaten und überzeichnet Konten mit schlechter Distribution.
Was zählt als Interaktion?
Das variiert. Instagram zählt Likes, Kommentare, Speicherungen und Shares. LinkedIn zählt Reaktionen, Kommentare, Reposts und Klicks, daher die hohen Werte. TikTok zählt Likes, Kommentare, Shares und teils Favoriten. Lies die Definition der Plattform vor jedem Vergleich.
Was ist eine gute Engagement-Rate?
Das hängt an Nenner und Plattform. Als grober Anhalt: 3 bis 6 Prozent nach Reichweite auf Instagram ist gesund, LinkedIn organisch liegt bei etwa 2 bis 5 Prozent nach Impressionen, und Follower-Raten über rund 5 Prozent deuten meist auf ein kleines Konto.
Warum sinkt meine Rate beim Wachsen?
Weil der Nenner schneller wächst als die Interaktion. Größere Publika sind weniger gleichmäßig interessiert, die Rate fällt also selbst bei steigenden absoluten Interaktionen. Verfolge beide Werte.
Zählen Klicks in die Engagement-Rate?
Auf LinkedIn und X meist ja, auf Instagram meist nein. Dieser eine Unterschied genügt, um plattformübergreifende Vergleiche wertlos zu machen. Rechne deine Rate lieber selbst konsistent aus.