Accounts gemeinnütziger Organisationen greifen oft standardmäßig zu Statistiken und Leitbildern, und beides schneidet meist schlechter ab als etwas Einfacheres: eine konkrete Geschichte über eine Person, der die Arbeit tatsächlich geholfen hat. Spender geben für Menschen, nicht für Prozentzahlen. Die Organisationen, die online am meisten sammeln, sind meist die, die die abstrakte Mission konkret machen, eine Geschichte nach der anderen.
Was du posten solltest
Wirkungsgeschichten
- Eine bestimmte Person oder Familie, der die Arbeit geholfen hat, detailliert erzählt (mit Zustimmung).
- Wofür eine Spende tatsächlich verwendet wird, konkret aufgeschlüsselt.
- Ein Vorher-Nachher eines Projekts, Programms oder Raums.
- Der eigene Bericht eines Freiwilligen darüber, wie eine Schicht oder Veranstaltung war.
- Eine Meilenstein-Zahl, erklärt mit dem, was sie vor Ort tatsächlich bedeutet.
Einblicke hinter die Kulissen
- Ein Tag im Einsatz oder am Standort des Programms, ehrlich gezeigt.
- Das Team hinter der Mission, einzeln vorgestellt.
- Wie eine typische Arbeitswoche tatsächlich aussieht.
- Die Logistik hinter einem bestimmten Programm, einfach erklärt.
- Eine Herausforderung, an der die Organisation gerade arbeitet, ehrlich dargestellt.
Handlungsaufrufe
- Eine konkrete Freiwilligenmöglichkeit, mit dem tatsächlichen Zeitaufwand.
- Ein Spendenziel, mit klarer Zahl und klarer Frist.
- Eine bevorstehende Veranstaltung, mit den praktischen Details zuerst.
- Eine Matching-Gift-Kampagne, klar erklärt, inklusive Frist.
- Eine konkrete, kleine Bitte, wie das Teilen eines Posts, statt einer vagen.
Anerkennung von Spendern und Unterstützern
- Ein Dankeschön an einen bestimmten Spender oder Partner, mit dessen Erlaubnis.
- Der Beitrag eines Unternehmenssponsors, konkret erklärt.
- Die Geschichte eines Daueraspenders, in dessen eigenen Worten.
- Ein Meilenstein bei den Spenden, ehrlich geteilt, auch Rückstände inklusive.
Aufklärung und Bewusstsein
- Eine Tatsache zu eurem Thema, die die meisten Menschen überrascht.
- Ein verbreiteter Irrtum über eure Sache, klar richtiggestellt.
- Wie sich der Ansatz eurer Organisation von anderen im Feld unterscheidet.
- Eine Ressource oder Information, die eurem Publikum wirklich nützt.
Wie oft posten
Drei- bis fünfmal pro Woche hält eine gemeinnützige Organisation sichtbar, ohne ein meist kleines Team zu überlasten. Achte auf eine Balance der Inhaltstypen: zu viele Spendenaufrufe hintereinander wirken ermüdend, während zu viele Wohlfühlgeschichten ohne Aufruf Geld liegen lassen. Eine grobe Faustregel, die für viele Organisationen funktioniert, sind zwei Geschichten oder Aufklärungsposts auf jeden direkten Aufruf.
Welche Plattformen am wichtigsten sind
Facebook und Instagram tragen den Großteil des Engagements für gemeinnützige Organisationen, da beide das erzählerische Format unterstützen, das Spenden antreibt, und über eingebaute Spendenfunktionen verfügen, die das Geben reibungslos machen. Facebook erreicht tendenziell eine ältere Spenderbasis effektiver, während Instagram besser für die Gewinnung von Freiwilligen und jüngeren Unterstützern funktioniert. LinkedIn lohnt eine stetige Präsenz ebenfalls, wenn Unternehmenspartnerschaften oder Fördergelder Teil eures Einnahmemixes sind.