Gleichzeitig auf LinkedIn und X posten

Gleichzeitig auf LinkedIn und X posten

Die zwei Plattformen mit der größten Lücke im Register. Hier ist, wie man aus einem Entwurf an beide veröffentlicht, ohne dass der LinkedIn-Beitrag wie ein Tweet klingt.

Das ist das häufigste professionelle Cross-Posting-Paar und das, bei dem identischer Text am schlechtesten funktioniert.

Die Formate sind kompatibel. Die Zielgruppen nicht, und die Lücke zeigt sich sofort.

Die Limits

PlattformLimitBilderVideo
X2804512 MB, 140s
LinkedIn3.00020500 MB, 30 Min.

LinkedIn erlaubt mehr als das Zehnfache an Text und das Sechzigfache an Videolänge. Ihm einen 280-Zeichen-Beitrag zu schicken, nutzt einen Bruchteil dessen, wofür die Plattform da ist.

Das Register-Problem

Ein für X geschriebener, auf LinkedIn veröffentlichter Beitrag liest sich abgehackt und kontextlos. Ein für LinkedIn geschriebener, auf 280 Zeichen gekürzter Beitrag verliert die Argumentation, die ihn lesenswert machte.

Konkret:

X belohnt Verdichtung. Eine Idee, direkt formuliert, keine Vorrede. Ketten für alles Längere.

LinkedIn belohnt Kontext. Dieselbe Idee plus warum es wichtig ist und was man dagegen täte. Die erste Zeile leistet weiterhin die Arbeit, weil LinkedIn im Feed kürzt, aber dahinter ist Platz.

Hashtag-Normen unterscheiden sich. Ein Hashtag-Stapel ist andernorts normal und liest sich auf LinkedIn wie Spam.

Was statt Kopieren zu tun ist

Schreib zuerst die LinkedIn-Version, da sie die vollere ist, und kürz dann die X-Version daraus. Die stärkste einzelne Aussage aus dem längeren Beitrag zu nehmen, ergibt meist einen besseren Tweet als einen von Grund auf zu schreiben.

Das ist ein Denkschritt und zwei Entwürfe, in einem Composer, statt zwei getrennte Arbeitsstücke.

Was gar nicht cross-posten sollte

Antworten und Zitat-Beiträge auf X. Sie hängen von Kontext ab, der auf LinkedIn nicht existiert.

LinkedIns native Formate. PDF-Karussells und Artikel sind LinkedIn-geformt. An X gibt es nichts zu schicken.

Alles Persönlich-Berufliche im LinkedIn-Register. Der dort funktionierende Ton kann anderswo seltsam wirken, und umgekehrt.

LinkedIns Formate nutzen

Wert zu sagen, weil Cross-Posting dazu neigt, alles zu reinem Text abzuflachen. LinkedIn unterstützt Beiträge, Galerien, PDF-Karussells und Artikel. Das PDF-Karussell insbesondere bringt Leute dazu, innezuhalten und zu interagieren, und es ist die Art Sache, die ein Cross-Posting-Workflow dich still davon abhält zu tun, wenn du überall nur Text schickst.

Der Workflow

  1. Schreib die LinkedIn-Version, bis zu 3.000 Zeichen
  2. Schneid die schärfste Aussage daraus für X, innerhalb von 280
  3. Wähl beide
  4. Korrigier Erwähnungen je Plattform, da Handles unterschiedlich sind
  5. Wähl eine Uhrzeit und stell es in die Warteschlange

Zeichenanzahlen werden je Plattform durchgesetzt, die LinkedIn-Version kann also lang sein, ohne dass die X-Version gekürzt wird.

Plan-Limits

BulkPublish veröffentlicht auf LinkedIn, X und 13 weiteren Netzwerken.

  • Kanäle: Free: 3 (1 pro Plattform). Pro: 30 (2 pro Plattform). Business: 75 (5 pro Plattform).
  • Beiträge: Free: 3/Tag. Pro: 30/Tag. Business: unbegrenzt.

X-Veröffentlichung wird anders bepreist als andere Plattformen, weil dessen API echte Kosten pro Anfrage trägt: Pay-as-you-go-Credits im Free-Plan, ein enthaltenes monatliches Budget in bezahlten Plänen.

Die kurze Version

Dieselbe Idee, zwei Versionen. Schreib zuerst LinkedIn und kürz X daraus, weil Verdichten leichter ist als Auffüllen. Lass die Hashtags auf LinkedIn weg, cross-poste keine Antworten, und nutz weiter LinkedIns eigene Formate, statt alles zu Text abzuflachen.